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Manita, ein Pferde-Portrait

 Bernhard Suter-Brunner mit Manita auf dem Griesbach (1986)

Manita, die 29-jährige Stute von Silvia Zuber-Longhi, hat ein bewegtes Leben hinter sich. Nach dem Anreiten und Mutterfreuden kam sie im Februar 1975 nach Dörflingen zur Familie Suter. Hier war Manita ein richtiges Allroundpferd. Sie arbeitete auf dem Feld, lief am Wagen und wurde natürlich geritten, als Freizeit- und als Sportpferd. Alle vier Suter-Kinder lernten auf ihr reiten (und fliegen...), denn ganz so einfach hat sie es ihren Reitern nie gemacht.

Im Dezember 1988 kaufte sich Silvia Zuber das Pferd, obwohl es alles andere als Liebe auf den ersten Blick war... Silvia ritt nämlich damals bei der Familie Suter und nachdem diese ihr Lieblingspferd verkauft hatten, bekam sie Manita. "Wir hatten oft Streit miteinander, jeder hatte seinen eigenen Kopf. Meistens gewann aber sie und ich landete irgendwo in der Wiese oder auch im Dreck", erzählt Silvia Zuber. Als sich die beiden dann einigermassen angefreundet hatten - Manita war damals 17 Jahre alt - musste sie sich entscheiden, ob sie die Stute kaufen wollte. Da sie nicht Schuld daran sein wollte, wenn die Stute geschlachtet würde, erstand sie diese, obwohl sie nicht wusste, wie sie Manita mit ihrem Stiftenlohn durchbringen würde. Es folgten Krankheit und Weidegang, und Silvia und Manita wuchsen immer mehr zusammen. Heute sind sie unzertrennlich.

Silvia Zuber kaufte vor drei Jahren noch ein Pferd dazu, und Manita kann, wenn sie will, nebenherlaufen. Hat sie aber einen schlechten Tag, darf sie selbstverständlich auf der Weide bleiben. "Gesundheitlich geht es ihr einmal gut, einmal weniger gut", so Silvia Zuber, "sie hat aber einen ungeheuren Lebenswillen und kämpft gegen Alter und Beschwerden. Vielleicht ist es auch unsere besondere Freundschaft, die ihr Kraft gibt, die schlechten Tage zu überstehen..."